20.03.2012
Brett3
Rheinlandliga

SC Bendorf I - SV Koblenz III 5 : 3

Symptomatischer Saisonabschluss

Zu der letzten, zentral von den Schachfreunden aus Nickenich ausgetragenen Runde der Rheinlandliga Saison 2011/2012 haben sich abermals nur fünf Spieler unserer Mannschaft eingefunden, so dass wir die Bretter zwei, vier und sechs frei lassen mussten. Damit stand der Mannschaftsverlust gegen den Tabellenzweiten, den SC Bendorf I, praktisch schon bereits vor Beginn des Kampfes fest. Daran änderte auch nur wenig der Umstand, dass auch unser Gegner nicht komplett antreten konnte. Günter gewann an Brett sieben kampflos. Mit fünf Punkten aus sechs Partien kann er auf eine sehr ordentliche Saisonleistung zurückblicken.
Aufgrund der ziemlich hoffnungslosen Ausgangslage kann man Hans-Jörg an Brett acht nicht verdenken, dass er sich bereits kurz nach Beginn der Runde mit seinem nominell um 200 DWZ Punkte stärkeren Gegner schnell auf Remis einigte. Mit seinem Gesamtergebnis in der Saison (4/7) gegen einen 100 DWZ Punkte besseren Gegnerschnitt kann auch er sehr zufrieden sein.
Nach diesem Remis wurde bereits nur noch an drei Brettern gespielt: An Brett eins hatte Uli Bohn gegen das lettische Gambit seines jungen Gegners bereits früh die Oberhand gewinnen können, und auch Adrian konnte an Brett fünf bereits leichte Vorteile verbuchen. Als er dann durch einen Figurengewinn bereits komplett auf der Siegerstraße zu sein schien, unterlief ihm leider ein kapitaler Fehler, der sofort die Partie kostete. Bedauerlich, dass er sich so um ein Spitzenergebnis gebracht hat. Aber auch mit seinen 5/9 wird er sich um gut 60 DWZ Punkte verbessern.
Mit diesem Verlust lagen wir bereits hoffnungslos mit 1,5 zu 4,5 Punkten zurück. Dies nahm Uli Büscher an Brett drei zum Anlass sich mit seinem Gegner auf ein Remis zu einigen. Verständlich, denn parallel zu dem Kampf unserer dritten Mannschaft fand zu Hause das Spiel der Ersten um die Meisterschaft in der Oberliga und damit um den Aufstieg in die 2. Bundesliga statt, sicherlich ein spannenderes Ereignis, als die an Brett eins noch ausgefochtene Partie. Hier konnte Uli Bohn sukzessive seinen Vorteil ausbauen und schließlich die Partie für sich entscheiden. Nach getaner Arbeit verliß sozusagen der Kapitän als Letzter das sinkende Schiff, sprich die Spielstätte, an der man sich in den anderen Begegnungen zu diesem Zeitpunkt noch heiße Kämpfe lieferte. So musste überraschenderweise beim Spielstand von 3,5 zu 3,5 der Tabellenerste Idar-Oberstein gegen den Tabellenletzten Bad Hönningen um den Mannschaftssieg noch kämpfen, den er aber dann letztlich doch erringen konnte.

Als Resumee der Saison bleibt zu ziehen: Aufgrund der vielen kampflosen Verluste war dies sicherlich eine verkorkste Saison. Es hat sich aber auch gezeigt, dass unser Team einiges an Potenzial besitzt. So haben sich die meisten Spieler DWZ-mäßig z.T. erheblich verbessern können. Wenn wir nicht gerade mit drei Mann weniger antreten mussten, konnten wir doch immer noch die Hoffnung haben, zumindest einen Mannschaftspunkt entführen zu können, was uns zumeist sogar gelang. Immerhin, an den gespielten Brettern haben wir keinen einzigen Mannschaftskampf verloren, sogar gegen den Meister aus Idar-Oberstein konnten wir mit 3,5 zu 2,5 an den ausgespielten sechs Brettern die Oberhand behalten. Und mit 10:8 Mannschaftspunkten Vierter in der Rheinlandliga zu werden -nach unserem Aufstieg erst in der vergangenen Saison, ist sicherlich kein schlechtes Ergebnis zumal vor dem geschilderten Hintergrund.
Dennoch, damit in der kommenden Saison wieder die richtige Spielfreude bei der Mannschaft aufkommen kann, brauchen wir sicherlich zwei neue Spieler. [UB] ... [weiter]