12.05.2023
Brett3
A-Klasse Rhein-Nahe

SV Koblenz IV – SC ML Kastellaun IV 2:2

Es hieß nun, dass die vierte Mannschaft sich wieder im Abstiegskampf befand. Es ging endlich wieder zuhause (wir hatten diese Saison verhältnismäßig wenige Heimspiele) gegen die Mannschaft des SC ML Kastellaun IV. In der letzten Saison sind wir gegen diese Mannschaft leider nicht angetreten und es wurde ein kampfloser Sieg für unsere gegnerische Mannschaft gewertet.
Diesmal kam es anders. Wie oben beschrieben, wir befanden uns im Abstiegskampf, da es ggf. doch zwei Absteiger – meiner Information nach – geben konnte. Die Mannschaft SC ML Kastellaun IV befand sich auf Platz 8 und unsere Mannschaft auf Platz 7. Zwar hatten wir zwei Mannschaftspunkte mehr zu verbuchen, aber rein mathematisch wäre es noch möglich für die Kastellauner, an uns vorbeizuziehen, indem sie gegen uns hätten gewinnen müssen.
2:2, das war die Vorgabe an die Mannschaft, mehr brauchten wir nicht – ein einfaches Unentschieden im Mannschaftskampf, das wäre für uns der rettende Mannschaftspunkt, um weiter die Distanz gegenüber Platz 8 zu bewahren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir es schlussendlich doch geschafft, alle vier Bretter zu besetzen!
Nicht nur wir hatten Schwierigkeiten gehabt, die Leute ans Brett zu bekommen – wieso auch immer uns das öfter passiert. Nachdem der erste Gegner eingetroffen ist, warteten wir auf die anderen drei gegnerischen Bretter. Unsere Gegner sind wohl zunächst zum VfR gefahren und befanden sich auf der Karthause..., ggf. wären sie immer noch dort, wenn das Handy nicht erfunden worden wäre.

Mit etwas Verspätung fingen die vier Partien an. Ich (Duy Thao) spielte an Brett 1 mit Schwarz. An Brett 2 kam Werner mit Weiß zum Einsatz, an Brett 3 Gabriel mit den schwarzen Figuren. Mit den weißen Figuren durfte Henrik an Brett 4 spielen.
Mit klar ersichtlicher Eröffnung von Weiß an Brett 1 – der Gegner wollte Englisch spielen und ich habe versucht, ins Abgelehnte Damengambit abzuwickeln – kam es nach einigen Zügen zu einem Bauernverlust für Schwarz. Nach c5 von Weiß sah die schwarze Stellung nicht gut aus.
Derweil hatte sich Werner an Brett 2 einen Mehrbauern erkämpft. An Brett 3 stand nach einigen Zügen Henrik mit einer positionell noch zu analysierenden Stellung – aber mit mindestens zwei Bauerneinheiten – besser als sein Gegner. An Brett 4 wurde von Gabriel eine geschlossene Stellung erspielt.
Nach etwa zwei Stunden verlor Weiß an Brett 1, indem mein Gegner mit dem König – für mich günstig – auf eine zwingendes Matt in wenigen Zügen stellte. 1:0
Danach verlor Henrik mit Weiß seine Partie, trotz einer Schwerfigur mehr. Meiner Meinung nach war da mindestens ein Remis drin, wenn nicht sogar ein voller Punkt. Anbei bemerkt, es handelte sich wohl um die längste Partie von Henrik, die ich gesehen hatte. Nach dem Spiel erzählte er mir, dass er nicht wusste, wie die erste Zeitkontrolle aussah, er hatte nach Ende der ersten 37 Züge noch etwa 5 Minuten auf der Uhr gehabt und hatte sich darum Sorgen gemacht (dafür gibt es Mannschaftsführer) und – in dem Falle ja nicht – einen Schiedsrichter. 1:1
Weiterhin behielt Werner an Brett 2 die Nerven und wickelte seine Stellung in einen Sieg ab, 2:1! Damit ist der endgültige Klassenerhalt sicher gewesen, wir sind damit am Ende auf Platz 7 gelandet.
Gabriel verliert indes eine Leichtfigur, spielte weiter und gab dann schlussendlich auf. 2:2 – ein Pferd springt nicht weiter als es muss. Die Mindestvorgabe wurde erfüllt.

Hiermit geht ein herzliches Dankeschön an alle Spieler der vierten Mannschaft aus dieser Saison! Großen Dank gehen an Marco, Werner, Günter, die immer unterstützen konnten, wenn es der Jugend mal an Einsatz mangelte.
Auch die Jugend hat sich die Saison durch gut geschlagen. Johannes kam zwar leider nur auf drei Einsätze, hatte aber 50% gegen einen Gegnerschnitt von 1640 gespielt. Immerhin kam ich an den vorderen Brettern auch zu meinen 50%. Gabriel kam zu seinen fünf Einsätzen und hat seine DWZ auch verbessert. Henrik hat die 1100er-Marke nach dieser Saison sicherlich geknackt, das war seine zweite Saison und die erste, wo er sieben der acht Spiele absolviert hat. Mika kam auch zu seinem Einsatz und konnte erstmal auch Erfahrung sammeln.

Schön wäre es, wenn die kommende Saison in der A-Klasse weiterhin mit vier Brettern zu spielen ist, mehr kriegen wir in meinen Augen nach dieser Saison nicht hin. Es war teilweise schade, dass wir Bretter freigelassen hatten – zumal wir dadurch sogar am Ende Chancen auf Platz 4 gehabt hätten. Am ersten Spieltag blieb bereits ein Brett frei, das hat uns zumindest einen Mannschaftspunkt gekostet, da der Gegner auch nur mit drei Spielern antrat. Weiterhin spielten wir gegen den SV Gambit Leideneck auch nur mit drei Brettern...
Es wäre mittelfristig schön, wenn wir uns eine Position in der A-Klasse erspielen könnten, die uns sogar den Aufstieg ermöglichen würde – das wäre ein gutes Ziel für die Zukunft, ungeachtet davon, wie viele Bretter an den jeweiligen Spieltagen in der Bezirksliga zu besetzen wären. In der Jugend sehe ich weiterhin Potenzial, höher zu spielen als in der A-Klasse. Immerhin konnten wir am Ende die Klasse halten und die Saison zumindest für den Verein beenden. [DTL] ... [weiter]