
2. Rheinland-Pfalz-Liga Nord
SV Koblenz II – SK Altenkirchen 3½:4½
Knappe Heimniederlage vergrößert SorgenDer Negativtrend der letzten zwei Runden setzte sich auch gegen die Gäste aus dem Westerwald fort. Vor heimischer Kulisse unterlagen wir gegen eine größtenteils sehr erfahrene Truppe, die uns dadurch in der Tabelle überholen konnte.
Ludwig konnte im Mittelspiel zwar einen Mehrbauern für sich reklamieren, erhielt aber als Preis dafür ungebetenen Besuch von Schwerfiguren auf der siebten Reihe. Um die gegnerische Dame nebst Turm zu besänftigen, musste er zwei Bauern investieren. Daraus ergab sich ein verlorenes Turmendspiel, in dem der weiße Freibauer nicht mehr aufzuhalten war. Ulis etwas überstürzter Königsangriff kostete ihn nach guter gegnerischer Verteidigung am Ende entscheidendes Material. Wolfgang hatte seinen Kontrahenten am Königsflügel bereits klar überspielt, bevor er in einen tödlichen Konter lief, wobei der Gegner von Wolfgangs geschwächter Königsstellung profitierte. Alexanders Ausführung der langen Rochade bedeutete gleichzeitig den Verlustzug. Nach Damentausch und einem kurzen taktischen Intermezzo waren plötzlich alle schwarzen Figuren ideal postiert, um den weißen König sehenswert mattzusetzen. Helmut spielte gewohnt sicher und ließ zu keiner Phase ein Gegenspiel zu. Stattdessen durften die am Königsflügel eingepferchten gegnerischen Schwerfiguren dabei zusehen, wie Helmut die schwachen Bauern sukzessive einsammelte. Zuvor hatte auch Christian einen Sieg eingefahren, nachdem sein Gegner nach einem Blackout früh eine Figur eingebüßt hatte. Kay hatte sich in der Eröffnung einen Bauernraub gegönnt, der ihn arg in der Entwicklung zurückwarf. Dennoch gelang es ihm, den Mehrbauern bis ins Turmendspiel zu transportieren, das bei genauem Spiel laut Computeranalyse jedoch remis war. Allerdings konnte man aus menschlicher Sicht noch jederzeit fehlgreifen, was auch geschah. Dennoch sollte sich Kays junger Gegner nicht zu viel Vorwürfe machen, denn der Mensch ist nun einmal keine Maschine. Die Partie von Michael mündete nach einem Generalabtausch in der Eröffnung früh in ein etwa ausgeglichenes Endspiel ohne große Höhepunkte. Somit war die Niederlage besiegelt, die indes einen halben Punkt zu hoch ausfiel. [ATG] ... [weiter]