Oberliga Südwest
SC Heusenstamm – SV Koblenz 3:5
SV Koblenz – SK Bickenbach 4½:3½
Zwei Siege ergeben mit Platz 5 einen zufriedenstellenden Saisonabschluß der I. Mannschaft ind er Oberliga-Südwest: 5-3 gegen Heusenstamm und 4½ gegen BickenbachAm Samstag (28. 02.) spielten wir gegen die leicht abstiegsgefährdeten Heusenstammer. Sehr schnell konnte Berichterstatter Thomas an Brett 7 "gewinnen", da sein Gegner zuspätkommend, vergessen hatte, sein Handy abzugeben und auszustellen. Die diesbezügliche gewohnheitsmäßige Ansage des Schiedsrichters hatten die Zuspätkommenden ja verpasst. Stunden später kam dann Lutz an Brett 6 zu einem Remis, dem Michael H. an Brett 4 (jeweils mit Schwarz) bald folgte. Als Henrik an Brett 3 dann gegen den Topscorer und Elofavoriten ebenfalls ungefährdet remisierte, war noch nichts Genaues absehbar, denn sowohl GM Sarunas an Brett 2 als auch Pal an 8 "verwalteten" beide Problempositionen. Als der Gegner an Brett 2 überraschend seine Mehrqualität zurückgab und damit langfristig in ein Remis-Turmendspiel einlenkte, wurden die Siegesaussichten manifest, obwohl Pal schließlich verlor. Denn Neil hatte an Brett 5 seinen deutlichen Positonsvorteil gegen den anderen Topscorer zum gewonnenen Leichtfigurenendspiel verwandelt! Eine wahre Musterpartie mit lange vorhersehbarem Sieg zelebrierte GM Dr. – GRATULATION [passenderweise mathematische Spieltheorie!] – Imre an Brett 1 solange, bis sein polnischer GM-Kollege schließlich aufgab. Damit waren in Runde 10 schon alle Abstiegsgefahren gebannt, wie das Foto ja auch ausweist!
Am Sonntag traten wir dann gegen den Gastgeber Bickenbach an, der mit seiner erstaunlichen "Dorfmannschaft" Tabellenzweiter gewesen war und es auch blieb – chapeau!
Zunächst remisierte Neil, der sich zurecht "auf seinen Lorbeeren ausruhte" [auch in der Gesamtsaison], an Brett 4 recht bald. Henrik hatte an Brett 3 einen superschaften Sizilianer entkorkt, in dem er nach Damentausch sicherlich Vorteil be-/erhalten hätte; allerdings erwies sich die gegnerische Dame in Kombination mit dem im Zentrum verbliebenen König als zu gefährlich und er verlor im "sudden death". Stunden später aber konnte GM Sarunas an Brett 2 mit einer konsequenten Angriffspartie seinen ersten Saisonsieg einfahren und auch Lutz erreichte an Brett 5 in "alter Manier" einen Kontersieg. Eine merkwürdige Duplizität der Ereignisse gab es dann an Brett 8, als laut hörbar die Smartwatch des Gegners klingelte und Helmut, der vorblidlicherweise als Ersatzmann eingesprungen war (!), seinen klaren Vorteil nicht mehr umwandeln mußte und so "gewann". So blieben nur noch die beiden Drs. übrig, von denen allerdings Berichterstatter Thomas an Brett 6 gegen seinen sehr jungen Gegner eine sicherlich deutlich bessere Angriffsstellung nicht "zuende kalkulieren" konnte und stellenweise auf Verlust gestanden haben dürfte. Dies war GM Imre an Brett 1 nur zu bewußt, weshalb er alles versuchte, um aus seiner Positon einen Sieg "herauszupressen". Als Thomas das Schlimmste überstanden hatte und ein geschickt plaziertes Remisangebot angenommen worden war, überraschte das unseren Meister an Brett 1 doch. Denn er war nach seinem schließlich unvermeidlichen Remis davon überzeugt, so nur ein 4-4 zu erzielen!
Fazit: Nach wechselhafter Saison, in der sich wirklich gute Mannschaftsleistungen und sehr schwache abwechselten, wurde ein (optisch) souveräner fünfter Platz (12-10 MP, 43½ BP) z.B. vor Wiesbaden erreicht. Das ist zunächst dem vielfachen Einsatz der Meister an Brett 1-3 zu verdanken. Daneben aber auch spielerisch dem couragiert-ideenreichen Auftreten von Youngster Henrik gegen starke Gegnerschaft und dem soliden Spiel von Neil, im zweiten Frühling quasi :-) Schlußendlich: fast alle alten Oberliga-Kollegen (Worms, Heimbach, Riegelsberg) mußten aus der nunmehr hessisch dominierten Oberliga absteigen. [TB] ... [weiter]